SEHENSWERTE ORTE AN DER CARRETERA VIEJA

IN DER GEMEINDE ARICO – AN DER TF-28 – FINDEST DU DEN WEILER ICOR.

Verfallene Idylle: Icor 

Die Häuser der kleinen Siedlung, die durch ihre mit roten Ziegeln gedeckten Giebeldächer auffallen, wurden aus Bruchsteinen erbaut. Nur die wenigsten Gebäude des malerischen Weilers sind noch bewohnt. Obgleich Icor schon im Jahre 1985 zum nationalen Kulturgut erklärt wurde, schien der Verfall des winzigen Dorfes für lange Zeit unabwendbar zu sein. Denn die kanarische Regierung stellte keine finanziellen Mittel zur Verfügung, um das Dorf zu retten.

Die zuständigen Ämter waren sich einig: Die Erhaltung von Häusern und Ort sei allein die Sache der Eigentümer.

Doch die hatten Icor längst verlassen …

ICOR, TENERIFFA, BLICK AUFS DORF.

Denn der Weiler, der zwischen zwei tiefen Schluchten liegt, ist zwar ein wundervoll ruhiger und idyllischer Ort, liegt aber jenseits aller wichtigen Versorgungsmöglichkeiten. Wer dennoch in Icor geblieben – oder Besitzer von einem der Häuser war – war zwar gewillt, etwas gegen den Verfall zu unternehmen, musste sich jedoch an eine strenge Denkmalschutzverordnung halten, die besagt, dass der alte Zustand der Bruchsteinhäuser unter allen Umständen erhalten bleiben muss. Was bedeutet, dass für jegliche Reparaturarbeiten oder nötige Veränderungen an den Gebäuden von Icor die Verwendung von traditionellen Baumaterialien vorgeschrieben ist.

ICOR, TENERIFFA, BLICK AUFS DORF.
ICOR, TENERIFFA, BLICK AUFS DORF.

Nun aber scheint es voranzugehen: Im Jahre 2019 wurde bekanntgegeben, dass sich ein Sonderplan zum Schutz des historischen Ortes Icor in der Genehmigungsphase befindet. Der Plan soll den Bewohnern und Eigentümern die Instandsetzung und den Erhalt ihrer Häuser erleichtern. All die bürokratische und technische Hindernisse, die den Besitzern die Restauration ihrer Gebäude bisher unmöglich – oder zumindest unnötig schwer gemacht haben – sollen beseitigt werden.

Bleibt zu hoffen, dass der Plan aufgeht!