Verantwortungsloser Tourismus: die Entwicklung der Unterentwicklung

TOURISMUS & NACHHALTIGKEIT: DIE ZUKUNFT SCHÜTZEN

Die Tourismusbranche zählt zu den weltweit größten Wirtschaftszweigen. Alljährlich reisen Millionen von Menschen zu den attraktivsten Orten unserer Welt, um dort die schönste Zeit ihres Jahres zu verbringen. Leicht nachzuvollziehen, dass der Tourismus den Reiseländern nicht nur Gutes beschert. Der Tourismus trägt nicht unwesentlich zu einer negativen globalen Veränderung bei. Mit anderen Worten: Urlaubsreisen fördern den Klimawandel und sorgen für immer knapper werden Ressourcen. Aus diesem Grund ist es wichtig umzudenken! Es kommt darauf an, wie wir unsere Reisen gestalten: Erstens sollte uns klar sein, dass wir allein dafür verantwortlich sind, ob unsere Urlaubsreisen positive oder negative Auswirkungen auf das Leben der einheimischen Bevölkerung, auf deren Kultur und Umwelt haben. Zweitens sollten wir daher dazu bereit sein, uns schnellstmöglich von “All-Inclusive” und Massentourismus zu verabschieden. Drittens – und vor allem – sollten wir für uns eine individuelle, nachhaltige und ökologisch tragfähige Tourismusvariante finden, die unseren Urlaubswünschen gerecht wird, ohne das wir dabei Schäden in unserem Reiseland hinterlassen.

Die Situation auf den Kanarischen Inseln muss sich ändern: Denn obwohl der Archipel zu den beliebtesten Reisezielen der Europäer zählt, ist die Armut auf den Atlantikinseln groß. Bereits im Jahr 2019 hatten rund 54% der Insulaner finanzielle Probleme. Durch COVID-19 verschlechtert sich die Situation stetig. Daher ist es nicht nur von großer Bedeutung, dass der Tourismus auf den Kanaren nachhaltiger wird, vor allem müssen auch die Einheimischen künftig mehr von den Urlaubsgästen profitieren.

Teneriffas Einzelhändler und Gastronomen unterstützen

Ein ALL-INCLUSIVE-URLAUB in einer Ferienanlage ist das Gegenteil von Nachhaltigkeit. Denk mal darüber nach: Wenn du zum Beispiel in einem kleinen Restaurant isst, das von Einheimischen geführt wird, dann sorgst du dafür, dass das Geld genau dort ankommt, wo es hingehört … bei der Bevölkerung! Lieferst du dir dagegen tagtäglich die große Schlacht am Buffet deiner Ferienanlage, so unterstützt du damit lediglich die großen – und ohnehin schon reichen – Tourismuskonzerne. Daher ist es in jedem Fall besser, eine private Unterkunft für deinen Urlaub auszuwählen. Dort bist du Selbstversorger und hast die Möglichkeit, die meisten deiner Lebensmittel in einheimische Geschäften und auf den Bauernmärkten der Insel einzukaufen. Du unterstützt damit nicht nur die Einheimischen, sondern tust mit der frischen Ware auch dir etwas Gutes